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  #1  
Alt 17.04.2014, 17:51
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Geufke Geufke ist offline weiblich
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Standard FN Geufke

Familienname: Geufke
Ort/Region der Nennung: Flandern, Zwalmvallei


Liebe Namensforscher, habe heute per Zufall eine Entdeckung zu meinem Namen gemacht. Und zwar in einer Publikation zu den Fischbeständen in Flandern!
Man nannte bzw. nennt dort in der Gegend am Fluss Zwalm einen kleinen Fisch Geufke, dt. Gründling.

Hier mal die Publikation:
Sven Vrielynck, Claude Belpaire, Annemie Stabel,
Jan Breine en Paul Quataert: De visbestanden in Vlaanderen anno 1840-1950, 2003. S.34
Dort sind noch weitere Namen und weitere Fische aufgeführt, falls jemand Interesse hat.

Hier noch ein Bild von meinem Namensvetter:
http://commons.wikimedia.org/wiki/Fi...iergrondel.jpg
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  #2  
Alt 18.04.2014, 19:09
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Hallo,

zum FN Geufke gibt es nach meinen geograf. Recherchen keinen gleich- oder ähnl. lautenden Ort im (nord-)deutschen oder angrenzenden Sprachraum.
Ein Herkunftsname könnte somit ausscheiden.

Eine mögl. niederdt. Kurzform zu einem Rufnamen konnte ich bisher auch nicht ermitteln.
In NL und B ist kein gleich- oder ähnl. lautender Vor- oder Familienname verzeichnet oder erläutert.

Das Suffix -ke könnte patronymisch sein zu einem (Ruf-)Namen ähnl. Geuf.
Aus "Patronym" (Wikipedia):
Zitat:
Im nordostdeutschen Sprachraum sind oft Patronyme mit der Endung -ke/-cke (niederdeutsche Verkleinerungsform) zu finden. Beispiel: Geri-cke „der kleine vom Gerhardt (oder Gerd)“ / „Sohn des Gerhardts (oder Gerds)“.
Interessant ist die (heutige) Verbreitung des FN Geufke - von Rostock ausgehend in südliche / südöstl. Richtung.
Damit wäre nicht ganz auszuschließen, daß tatsächlich das Fischlein geuv / geuvke namensgebend war - evtl. durch einen Seemann aus Holland oder Flandern?
Nur - geufke wird im Niederländischen i.A. wie gööfke ausgesprochen.
__________________
Freundliche Grüße
Laurin
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  #3  
Alt 19.04.2014, 16:15
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Frage

Vielen Dank Gerhard für die tollen Erläuterungen, die Hälfte der Leute in den Telefonbucheinträgen ist mit mir direkt verwandt. Und auch die andere Hälfte wird in der zurückliegenden Generation irgendwo anschließen. Die erste Erwähnung des Namens, die ich bei ancestry fand, ist ein Carl Geufke in Zieslübbe. Leider steht kein Geburtsort dabei. Der älteste direkte Vorfahre, den ich einhängen konnte, ist Johann Geufke, bei dem aber in den KB gewesener Haase steht, also kein Geburts-Geufke. Da habe ich doch glatt eine Frage zu dieser von Dir erwähnten ke-Endung. Ich habe hier die Volkszählung von 1867.

http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=100798

Dort heisst er Göwe, legitimiert Haase. Kann es sein, dass er seinen alten Nachnamen wieder annahm und dann aus Göwe Geufke wurde, also Sohn des Göwe sozusagen? War sowas üblich?
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  #4  
Alt 19.04.2014, 17:32
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Zitat:
Zitat von Geufke Beitrag anzeigen
... Da habe ich doch glatt eine Frage zu dieser von Dir erwähnten ke-Endung. Ich habe hier die Volkszählung von 1867.

http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=100798

Dort heisst er Göwe, legitimiert Haase. Kann es sein, dass er seinen alten Nachnamen wieder annahm und dann aus Göwe Geufke wurde, also Sohn des Göwe sozusagen? War sowas üblich?
Hallo ???

dazu kann man wohl nur mutmaßen.
Die erwähnte Volkszählung war i.J. 1867, also noch vor der Einführung von Standesämtern im Deutschen Reich (1874 - 1876)
und der damit verbundenen "Einfrierung" von Namen. Vorher waren (geringfügige) eigenmächtige Namensänderungen noch bedingt möglich.
So ist Deine Idee zum Patronym nicht so abwegig - Genaueres könnte aber nur Deine persönl. Ahnenforschung bringen.
Verbunden mit Eigenmächtigkeiten bei den Namens-Aufschreibungen dürften auch die Schreibweisen -eu / -ö sein.
Daran hatte wohl auch die "höfische" Verwendung des Französischen eine Schuld.

NB: Vielleicht liegen wir mit der Etymologie von Geufke doch etwas "daneben" -
ein Nebenfluß der Warnow heißt "Göwe" und könnte zu einem Herkunfts- / Wohnstättennamen geführt haben.
__________________
Freundliche Grüße
Laurin

Geändert von Laurin (20.04.2014 um 20:11 Uhr) Grund: Links ergänzt
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  #5  
Alt 21.04.2014, 10:09
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Standard Göwe - Geufke - Basthorst

Zitat:
Zitat von Laurin Beitrag anzeigen
NB: Vielleicht liegen wir mit der Etymologie von Geufke doch etwas "daneben" -
ein Nebenfluß der Warnow heißt "Göwe" und könnte zu einem Herkunfts- / Wohnstättennamen geführt haben.
Hallo Gerhard,

entschuldige, ich bin Anja. Der Fluss liegt tatsächlich nur ein paar Kilometer vom Geburtsort Basthorst meines Vorfahren Johannes Geufke entfernt! Das klingt doch sehr vielversprechend.

Für alles weitere muss ich dann ins Archiv. Kirchspiel ist schon herausgesucht. Das werde ich dann im September angehen, wenn ich mal wieder meine Eltern beehre.

Ich danke Dir für die interssanten Anregungen.
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  #6  
Alt 15.12.2014, 15:59
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Lächeln

Mit Hilfe eines sehr hilfsbereiten und engagierten Forscherkollegen habe ich ein wenig Licht ins Dunkel meines Nachnamens bringen können, allerdings tun sich da ein paar Fragen auf. 1799 wir ein Wilhelm Göbe in Stieten, RA Sternberg, geboren, anscheinend Vorfahre aller Geufkes, der aus irgendeinem unbekannten Grunde seinen Namen ändert. Bei der Geburt seines ersten Kindes (Heiratseintrag liess sich noch nicht finden) heisst er dann plötzlich Geufke. Alle weiteren Nachfahren übernehmen diesen Namen. Nun sind Namensänderungen in den Kirchenbüchern nichts ungewöhnliches aber Göbe und Geufke klingen nicht unbedingt sehr ähnlich. Somit war dann nicht das Fischchen namensgebend, sondern, wie von Laurin bereits angemerkt, das kleine Flüsschen Göwe.
__________________
Viele Grüße, Anja
Noch immer verzweifelt gesucht:
Hans (evtl. Johannes) Georg Timm
?, war um 1930 in Frauenmark bei Parchim
Mecklenburg: Hier
Pommern: Pautz, Donath, Falk Kr. Naugard; Ludwig, Kräft Kr. Lauenburg

Ostpreußen: Neumann, Petter, Schneider Kr. Preussisch Eylau; Romahn, Gerigk, Klinger, Jux, Braun, Strehl, Bordiehn Ermland
Schleswig-Holstein: Gertz, Jorgens Bredstedt
Niedersachsen: Barge, Behn, Büsch, Främke, Harms, Niebuhr, Scharnhop alle Raum Uelzen
Dänemark: Pillemarg
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