#1  
Alt 20.12.2009, 17:10
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Standard Silberschmiede im Baltikum

Hallo miteinander,

zu Silberschmieden, die im Baltikum vom Mittelalter bis zur Staatengründung 1920 Silber- und Goldschmiedearbeiten ausgeführt haben, habe ich ein interessantes Buch zur Hand, in dem sowohl Silberarbeiten abgebildet und beschrieben sind, als auch deren Meister.

Es ist ein reichhaltiger Bildteil mit großer Beschreibung einzelner Musterstücke enthalten

In diesem Buch ist ein 130 Seiten langer Teil enthalten in dem
1. die Punzen erklärt sind,
2. die Orte, bzw Städte und Stadtzeichen aufgeführt sind,
3. die einzelnen Meister mit ihren Meisterzeichen und Kurzbiographien
aufgelistet sind.

Es handelt sich hier um folgendes Buch:
"Baltisches Silber", Annelore Leistikow, Lüneburg 1996.
(380 Seiten, Format 28cm x 21,5 cm x 2,5cm).

Bei der suche nach Silberschmieden kann ich helfen, wenn mir dazu Namen der Meister genannt werden.

Viele Grüße Frank
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  #2  
Alt 13.06.2016, 11:08
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Liebe Forenmitglieder,

nun muss ich selbst einmal nach einem Silberschmied suchen, dessen Meisterzeichen im angegebenen Buch nicht erfasst ist und auch sonst in anderen Veröffentlichungen (soweit ich dies - auch bei der Internetrecherche - bisher feststellen konnte) nicht näher bestimmt werden kann.

Im ersten angefügten Bild ist die Punzierung zu sehen.

Die Stempelung erfolgte mit der Rigaer Stadtmarke, neben der links die Silberqualität "84" zu erkennen ist, sowie rechts das Zeichen des Probemeisters aus Riga, das im 2. Bild aufgelöst ist. Der Probemeister Iwan Spiridow war 1873 - 1890 tätig, folglich ist auch das Entstehen der Stempelung in diese Zeit zuzuordnen.

Links neben dieser Stempelmarke des Probehofes ist das Meisterzeichen "MAA" zu erkennen.
Dieses Meisterzeichen konnte ich bisher nicht ermitteln. Es ist auch im Buch (siehe 1. Beitrag zu diesem Thema) nicht erklärt, bzw. nicht angeführt. Auch in verschiedenen Publikationen wird nur (soweit ich das bisher feststellen konnte) nur das Meisterzeichen ohne weitere Nennung des Meisters angeführt. Der Meister ist also nicht näher bekannt.

Wenn jemand nähere Information zu diesem Rigaer Meister mit der Abkürzung "MAA" hat, bitte ich um weitere Hilfe, um dieses Rätsel zu lösen.
Bitte im Beitrag logisch argumentieren. Unkommentierte, einfach nur so eingefügte Internetlinks sind in diesem Fall wenig hilfreich.

Ich danke den Helfern schon jetzt, die der Erkenntnis weiter helfen können.

Viele Grüße

Frank
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  #3  
Alt 13.06.2016, 18:45
Marina Marina ist offline
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Hallo Frank!

Das Meisterzeichen "MAA" gehoerte der bekannten Fabrikinhaberin Matrjona Andrejewna Andrejewa (in Moskau), bekannt in den Jahren 1894-1917. Aber ich weiss nicht, ob sie mit Baltikum etwas zu tun haben konnte.
HG

Marina
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  #4  
Alt 13.06.2016, 18:53
Marina Marina ist offline
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  #5  
Alt 13.06.2016, 18:54
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Hallo Marina,

vielen Dank für Deine Information!

Möglich ist, dass Matrjona Andrejewna Andrejewa in Moskau tätig war und vorher vielleicht in Riga.
Probemeister Iwan Spiridow war 1873 - 1890 in Riga tätig - so ist auch der Stempel des "Probeamtes" in Riga. Das bedeutet auch, dass der Löffel, der gestempelt ist, in dieser zeit auch dem Probeamt vorgelegt wurde. In diesem Zeitraum muss dann auch der Silber- / Goldschmied mit der Abkürzung in Riga tätig gewesen sein und womöglich danach Riga verlassen hat.
Es sind auch mehrere andere Stücke mit diesem "Meisterzeichen" bekannt, allerdings ist - so weit mir bekannt - dieses Meisterzeichen nicht erläutert worden.
In dem im ersten Beitrag erwähnten Buch wird dieser Meister (diese Meisterin ?) nicht erwähnt.
Vielleicht erfahren wir noch mehr dazu.
Viele Grüße
Frank

P.S. die Punzierung in Beitrag 4 entspricht der des angefragten Stückes.
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Geändert von Frank K. (13.06.2016 um 18:57 Uhr)
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  #6  
Alt 13.06.2016, 21:16
Marina Marina ist offline
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Zitat:
Zitat von Frank K. Beitrag anzeigen

Möglich ist, dass Matrjona Andrejewna Andrejewa in Moskau tätig war und vorher vielleicht in Riga.
Leider kann ich nichts mehr hinzufuegen. Habe dieses Thema nie geforscht.

Marina
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  #7  
Alt 13.06.2016, 21:34
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Liebe Marina,

vielen Dank für Deine Mithilfe.
Vielleicht kann jemand anderes das Rätsel lösen.

Viele Grüße
Frank
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  #8  
Alt 13.10.2021, 11:07
georg friederici georg friederici ist offline
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Standard Meister DANIEL OTTO

DAMIEL OTTO war nachweisbar von 1664 bis 1684 Goldschmied in Reval.
Um 1659-1660 erstellte er ein Branntweinschale.
Suche aus dem Buch von Annelore Leistikow ein gutes Bild, vergrösserbar (also "schwer").
Seitlich ist ein Allianzwappen. Gerne hätte ich dieses Wappen vergrösserbar und dann suche ich die Besitzerfolge dieser Schale.
Jeder Hinweis ist von Interesse.
Liebe Grüsse aus Oldenburg
georg.friederici(at)ewetel.net

Geändert von AlAvo (13.10.2021 um 11:51 Uhr) Grund: Zur Verhinderung von Spam und Phishing E-Mail-Adresse verfälscht
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  #9  
Alt 13.10.2021, 20:25
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Hallo Georg,


das Buch habe ich zur Hand genommen und nach der Schale durchsucht, was natürlich ein Aufwand ist, da im Buch über 500 Objekte abgebildet sind!
Als entsprechendes Objekt habe ich unter Nr. 307 besagte Schale gefunden, die als:

Branntweinschale, Dm = 21,5 cm
Reval Daniel Otto, 1659 - 1689
Auf der Mitte der sechs gebuckelten Wandungsfelder mit
Schlangenhautdekor ist ein Allinzwappen graviert
im Wechsel mit den Initialen "S.A.H" und "A.A."
Die Schale befindet sich im Privatbesitz.

Wenn es sich um diese Schale handelt, kann ich einen Scan des Fotos machen.
Sind weitere Daten zu diesem Silberschmied bekannt?

Im Buch von A. Leistikow finden sich spärliche Angaben.
Ich hoffe mit diesen Vorabinformationen schon weiter helfen zu können.
Viele Grüße
Frank
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  #10  
Alt 14.10.2021, 06:43
georg friederici georg friederici ist offline
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Standard Silberschale aus REVAL von Daniel Otto

Hallo Frank,
das ist super, die gefundene Schale ist genau die, die ich suche.
Wenn möglich so "schwer" als möglich einscannen.
Ist das Allianzwappen noch zu erkennen ?
Beim Durchblättern: sind Dir weitere Schalen auf Kugelfüssen und Volutenhenkel aufgefallen ?
Danke vorweg und
liebe Grüsse aus Oldenburg.
georg.friederici(at)ewetel.net

Geändert von AlAvo (14.10.2021 um 11:02 Uhr) Grund: Zur Verhinderung von Spam und Phishing E-Mail-Adresse verfälscht. Bitte in Zukunft aus Eigeninteresse selbst beachten.
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