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  #11  
Alt 04.01.2021, 12:23
mhhanno mhhanno ist offline männlich
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Registriert seit: 12.10.2015
Ort: Hannover
Beiträge: 336
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Moin,
die Inschrift auf einem Grabstein / Kreuz o.ä. ist ganz allein Sache der Hinterbliebenen bzw. des Verstorbenen, wenn er es im voraus verfügt hat. Punkt.
__________________
Beste Grüße
Manfred


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Ignaz Häusler, * 1831 in Rybnik (???)
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  #12  
Alt 04.01.2021, 12:31
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Registriert seit: 18.06.2007
Beiträge: 3.895
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Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Bei Grabsteinen spielen doch so viele Dinge mit rein, von denen wir vielleicht nichts wissen.
Hallo,

genau so ist es. Meine Mutter wollte kein Doppelgrab. Auf dem Stein steht ihr Mädchenname nicht, weil es nur der Name ihres Stiefvaters war.

Mit besten Grüßen
Wolfgang
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  #13  
Alt 04.01.2021, 12:48
Jen89 Jen89 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Michaelito Beitrag anzeigen
Hallo,

ich weiß nicht, wie es Euch damit geht, aber ich finde Grabsteinaufschriften, bei denen der Mann mit vollem Namen genannt ist, aber dann darüber hinaus nur noch steht "und Frau" so etwas von daneben! Da dreht sich mir echt der Magen um.

Die Frau hat - so dokumentiert - keinerlei eigene Identität, sondern nur als "Frau von". Mieser geht es nicht. oder?

Hallo,


gerade in der heutigen Zeit, kann ich schon nachvollziehen, dass es Leute gibt, die sich an dieser offensichtlich nicht vorhandenen Gleichberechtigung stören.

Dennoch wäre für mich jetzt interassant zu wissen, von wann diese Grabsteine sind.
Gerade bei älteren Grabsteinen kann ich mir das noch vorstellen.

Schließlich trat erst 1958 das "Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts" in Kraft. Was natürlich nicht bedeutet, dass die Gleichberechtigung sofort bei allen in den Köpfen war. Das ist sie ja heute noch nicht.


Ansonsten stimme ich vielen Vorrednern zu, dass die Angaben auf den Grabsteinen reine Privatsache sind und nicht pauschal etwas mit Geiz zu tun haben.
So war es auch bei meinem Vater.
Bevor er starb, hat er darum gebeten, dass er in einem Gemeinschaftsgrab mit dazugehöriger Stele beigesetzt wird. Auf dieser Stele sind nur die Namen der Verstorbenen genannt, keine weiteren Angaben (bei Frauen auch der Mädchennamen nicht).
Er wollte uns nach seinem Tod mit der Grabpflege und den Kosten dafür einfach nicht zur Last fallen. "Ich habe ja eh nichts mehr davon", hat er immer gesagt. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir seine Asche auch einfach in alle Winde verstreuen können. Da das in Deutschland aber nicht erlaubt ist, haben wir ihm den Wunsch mit der Stele erfüllt.
__________________

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  #14  
Alt 04.01.2021, 12:49
Benutzerbild von Mr. Black
Mr. Black Mr. Black ist offline
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Es mag hierbei zahlreiche Beweggründe geben, die ich weder beurteilen noch bewerten kann/will. Grabinschriften sind auch eher von sekundärer Bedeutung. Viel ärgerlicher finde ich die KB Einträge zu jener Zeit, als noch die Männer die Kinder bekamen.

„Michael Müller bekam ein Söhnlein, welches den Namen Gottfried erhielt“. Das ist für mich gruselig.

Alles Gute

Marcus
__________________
Just a drop of water in an endless sea. All we are is dust in the wind.
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  #15  
Alt 04.01.2021, 12:50
Benutzerbild von Xtine
Xtine Xtine ist offline weiblich
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Hallo,

der Trend geht offensichtlich eh zu einer Urnenbestattung unter einem Baum. Manchmal mit, manchmal ohne Schildchen. Je nachdem, wie es der Verstorbene oder die Angehörigen wünschen.
Bei uns hat man sogar sogenannte Familienbäume (1 Familie, 1 Baum) abgeschafft. Künftig liegen Angehörige also unter verschiedenen Bäumen, wenn man keine herkömmliche Grabstelle will.

Und wenn in manchem Kirchenbuch im Taufeintrag generell keine Namen der Mütter stehen, wie können wir da erwarten, daß er auf deren Grabstein steht?

Die Zeiten haben sich geändert und das ist gut so!


Ach ja, lieber werde ich als Max Mustermann und Frau o.ä. auf dem Grabstein erwähnt, als so:
Zitat:
Hier liegt mein Weib, Gott sei’s gedankt, oft hat sie mit mir gezankt.
O lieber Wanderer geh gleich fort von hier, sonst steht sie auf und zankt mit Dir.
oder
Zitat:
Hier schweigt Johanna Vogelsang,
sie zwitscherte ihr Leben lang
Naja, immerhin steht hier ihr Name

Wenn Du noch mehr von diesen wirklich skurilen Sprüchen willst, dann schau hier.
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #16  
Alt 04.01.2021, 12:58
Benutzerbild von kkhno
kkhno kkhno ist offline männlich
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Registriert seit: 15.07.2011
Ort: Unterfranken
Beiträge: 165
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Wer sich weiter in das Thema vertiefen! will findet umfangreiche Informationen und Denkanstöße im Museum für Sepulkralkultur in Kassel.
Sicherlich ist unsere Friedhofskultur und das Totengedenken stark reglementiert und budgetabhängig, aber es gibt Beispiele, das es auch ganz anders geht.
__________________
Mfg.

kkhno

FN (Kassel, Münden, Dresden, Schlesien) Aue, Gehrhardt, Grebe, Gördel, Grünewald, Hampen, Hartmann, Hildebrandt, Kempfstädt, Kobbe, Lösekrug, Lüdeke, Noack, Ohse, Schmelz, Uhlendorf, Wehmann

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  #17  
Alt 04.01.2021, 13:30
Benutzerbild von Schischka
Schischka Schischka ist offline
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@ Pitka: Genau über diese Grabinschriften wird aber gesprochen und somit lebt auch die Erinnerung an den Verstorbenen länger als üblich weiter.
Jenseits der Neiße gab es in der Vorkriegszeit einen Stein, der in Gesprächen mit älteren Familienmitgliedern auch heute noch immer mal wieder Erwähnung findet: "Hier ruht Christiane Hirsch, verwitwete Hase, geborene Schichan" (Diese zoologische Namenssammlung spielt beim Berichten als Kuriosität naturlich auch eine Rolle.)
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  #18  
Alt 04.01.2021, 15:35
Pitka Pitka ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Schischka Beitrag anzeigen
@ Pitka: Genau über diese Grabinschriften wird aber gesprochen und somit lebt auch die Erinnerung an den Verstorbenen länger als üblich weiter.
Meiner Meinung nach lebt die Erinnerung an Verstorbene im Herzen und nicht auf einem Grabstein.

Ansonsten stimme ich manchen Vorrednern zu, dass zuerst der/die Verstorbene das Sagen bei dieser Angelegenheit hat und danach die Hinterbliebenen (auch wenn der/die Verstorbene keine Verfügung getroffen hat).
Natürlich gibt es auch Gegenden, wo man sich den Geflogenheiten beugen muss/sollte.

LG Pitka
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  #19  
Alt 04.01.2021, 21:27
Henriette-Charlotte Henriette-Charlotte ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Schischka Beitrag anzeigen
Die Kriegsgeneration vertrat aber auch recht rigoros die Ansicht, wen es was angeht, der wird schon wissen, wer da liegt.
Genau so kenne ich es von meiner Oma: bei der Seite gibt es gar keine Grabsteine. Meine Oma war der Meinung, dass es 'die Leute' nichts angeht, wer da liegt und die Familie wüßte es.
Ok., das hat dazu geführt, dass mein Bruder und seine Frau ein völlig falsches Grab zu ihrem Sterbetag geschmückt haben....
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  #20  
Alt 05.01.2021, 17:05
Benutzerbild von Interrogator
Interrogator Interrogator ist offline männlich
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was regt ihr euch über das Vergangene auf - macht doch einfach das Heutige besser
__________________
Gruß
Michael
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Stichworte
beschriftung , grabsteine

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