#1  
Alt 21.11.2015, 00:35
KarinJ2468 KarinJ2468 ist offline
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Standard FN Bania, Kindler, Orlik aus Gleiwitz

Guten Abend

Die Namen, die ich in meiner Linie gefunden habe, sind

Bania
Kindler
Orlik

Die Kindler waren ein grösserer Clan.

Bania und Orlik hingegen nicht. Die müssen zugewandert sein.

Ich beginne langsam zu verstehen, dass Gleiwitz eine Garnisionsstadt war. Das zog Migranten an. Dann habe ich Handwerker dabei. Auch diese Funktion der Stadt Gleiwitz hat Leute angezogen.

Was ich hingegen jetzt noch nicht rausgefunden habe, ist wie viele Einwohner es im Verlaufe des 19. Jahrhunderts hatte. Ich habe nach der Einsicht ins Kirchenbuch den Eindruck, dass es so ab 1840/50 zu wachsen begann.

Auch nicht klar ist mir, wie das mit den Kirchen war. Die Kirche Allerheiligen bediente offenbar die Kernstadt, bis mal der Dom ins Spiel kam. Aber wohl sehr spät. Die Kirche Bartolomäus hingegen hat offenbar nur Publikum aus den umliegenden Gemeinden.

Eine Cholera-Epidemie gab es. Noch weitere Epidemien?

Und dann suche ich verzweifelt einen Sterbeeintrag, der für einen Bürger von Gleiwitz vorliegen muss, irgendwann zwischen 1844 und 1870. Aber nicht aufzufinden ist. Wenn ich ein bisschen mehr über Gleiwitz wüsste, z.B. ob der gute Mann nach St. Bartolomäus ging (oder umzog), käme ich der Sache vielleicht näher. Aber gab es im Einzugsbereich von Bartolomäus überhaupt "Bürger in Gleiwitz", die noch dazu Handwerksmeister waren? Oder beschränkten sich die Handwerker auf Gleiwitz selbst und damit Allerheiligen? Suburbanisierung gab es ja noch nicht :-) Zog also so ein Handwerksmeister und Bürger in einen Vorort? Oder eben nicht?

Das sind so die Fragen, die mich völlig unabhängig von Familiennamen umtreiben.

Viele Grüsse Karin
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  #2  
Alt 21.11.2015, 18:56
Benutzerbild von puuscheule
puuscheule puuscheule ist offline
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Standard Sterbeintrag Gesucht - Handerwerker - Vorstadtäte

Hallo Karin,

erst einmal nur kurz.

Gleiwitz ist bereits Ende des 18 Jh. stark gewachsen. Die Königliche Eisen-Hütte hatte damals den auf dem Europäischen Festland modernsten Hochofen und einen Schottischen Chefingenieur.

Die Zuwanderung von Arbeitern zog in der Folge auch Handwerker und Geschäftsleute an.
Ein Paradebeispiel für die Industrialisierung.


Die Ortsangabe Ex-Suburbio findet sich recht früh in den Taufbüchern von Gleiwitz Allerheiligen.

Trynek, Gleiwitz auf dem Sande und Petersdorf hatten Vorstadt Charakter.

Richtersdorf, Trynek und Ellguth-Zabrze gehörten zu Allerheiligen und Petersdorf zu St. Bartolomäus.

Das sind sicher die nächsten KB in denen Du den Sterbeintrag suchen solltest.

Wenn Du dort nicht fündig wirst, könntest Du es in Zabrze, St. Andreas versuchen. Zabrze/Hindenburg nahm ebenfalss einen rasanten Aufschwung und war für Handwerker ein interessantes Geschäftsgebiet.
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Gruß, Puuscheule

Auf der Spurensuche?
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  #3  
Alt 21.11.2015, 19:14
gabriel
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Standard Gleiwitz

Hallo,
wir haben entfernte Verwandte aus Guben, die 1898 dort evangelisch heirateten und dann nach Gleiwitz zogen (das älteste Kind ist bereits 1899 in Gleiwitz geboren).

Könnte das Nichtfinden an der Konfession liegen?


Gruß
Gabriel
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  #4  
Alt 21.11.2015, 20:09
Benutzerbild von kp10th
kp10th kp10th ist offline männlich
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Hi Karin,


aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass du im WWW zur Geschichte bis zur Jetztzeit zu Gleiwitz und Umgebung sehr viel finden kann. Ein Entscheidende Phase ist der Bau der Bahnlinie und die Industrialisierung der Kohlebergbau. Sehr gute zusätzliche Literatur Hinweise kannst Du sicherlich auch von Puuscheule erhalten. Wie ich gerade sehe hat Sie auch schon dazu geschrieben. Zu den Kirchen kannst Du im WWW auch alles finden.
Die Hauptreligion im Raum Gleiwitz in überwiegend katholisch. Bis zur Entstehung evangelischer Kirchen haben die Pfarrer auch die evangelischen Geburten Trauungen und Sterbefälle erfasst.
Ergänzend zu den Hinweisen zu Puuscheule solltest Du auch Kiferstädtel (Sosnizowive) in Deine Forschungen einbinden. Es haben etliche Gleiwitzer dort Trauungen und Taufen vorgenommen.
Wie Du siehst hast Du ein reiches Betätigungsfeld und viele werden Dir bei Fragen weiterhelfen.


Viele Grüße
Klaus-Peter
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  #5  
Alt 22.11.2015, 16:19
KarinJ2468 KarinJ2468 ist offline
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Herzlichen Dank für die zahlreichen wertvollen Hinweise, den ich gerne nachgehe.

Nochmal zu dem fehlenden Eintrag:

Ich habe die Heirat seines Sohnes 1870 im KB Allerheiligen gefunden. Zudem die Taufe dieses Sohnes 1844, ebenfalls im KB Allerheiligen. Aber nicht die zugehörige Heirat, obwohl die Eltern als Eheleute ausgewiesen sind und ich vom Zeitpunkt der Geburt 1844 Geburtsmonat) bis zurück 1822 gesucht habe im KB Allerheiligen.

Euren Hinweisen entnehme ich, dass Ihr es für möglich haltet, dass nach der Geburt ein Wegzug aus dem Einzugsgebiet von Allerheiligen erfolgte und ich die Suche ausweiten soll? Mache ich…

Die Heirat wurde ja manchmal auch am Wohnort der Braut durchgeführt. Und ich konnte bislang keine weiteren Kossmol im KB Allerheiligen orten. Wäre also auch ein Hinweis.

Ich suche in erster Linie den Heiratseintrag, da da am ehesten ein Hinweis auf die Herkunft zu vermuten wäre.

Gestorben ist er vor 1870. Was leider bedeutet, dass kein standesamtlicher Eintrag erfolgte.

Ansonsten bleibt nur die aufwendige Suche über Patenschaften vor der Geburt 1844. Das habe ich schon an anderer Stelle hinter mir.Kostet einfach viele Nächte Arbeit :-( Aber was macht man nicht alles um Geheimnisse zu lüften.

Nochmals Danke und viele Grüsse

Karin
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  #6  
Alt 24.11.2015, 20:06
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puuscheule puuscheule ist offline
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Standard der Name Kossmol - Vorkommen

Hallo Karin,

bei den Namens Verteilungskarten gibt es

0 Vorkommen für Kossmol

aber ein paar für Kosmol,
die meisten in der Region Tarnowitz, Tarnowskie Góry
gefolgt von Zabrze.


http://www.moikrewni.pl/mapa/kompletny/kosmol.html

Das könnte ein Spur sein, wohin die Familie gezogen ist.

Gruß,
Puuscheule
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  #7  
Alt 24.11.2015, 20:25
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puuscheule puuscheule ist offline
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Nachtrag:

Zitat:
Zitat von KarinJ2468 Beitrag anzeigen
...

Die Namen, die ich in meiner Linie gefunden habe, sind

Bania
Kindler
Orlik

Die Kindler waren ein grösserer Clan.

Bania und Orlik hingegen nicht. Die müssen zugewandert sein.
...
Folgendes habe ich in meinen Notizen gefunden:

1 Francisca Kozuschek * 24.09.1819 in Gleiwitz vom Sande
oo 24.05.1840 in Gleiwitz Allerheiligen
Martin Orlik * 1817 in Biskupitz
2 Johanna Victoria Orlik * 17.10.1842 in Gleiwitz

Für diese Kozuschek habe ich aber keine Verbindung zu meinem Stammbaum.

Gruß,

Puuscheule
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  #8  
Alt 25.11.2015, 00:17
KarinJ2468 KarinJ2468 ist offline
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Hallo Puuscheule

Ich habe inzwischen eruiert, dass meine Orlik von

Valentin Orlik, geb. 1807 in Gleiwitz, Vater: Josef Orlik

abstammen.

Der Josef Orlik war im Husarenregiment. Er wird aber wohl auch zugewandert sein, um eben Husar zu werden. Daher werde ich mal die Biskupin-Spur weiterverfolgen.

Die Kosmol-Spur ist ganz heiss. Meist haben ja die Pfarrer geschrieben wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Da wird ein Kosmol schonmal ein Koßmol. Ich mache mich auf die Suche.

Vielen herzlichen Dank für die wunderbaren Hinweise!

Beste Grüsse

Karin
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  #9  
Alt 25.11.2015, 00:21
KarinJ2468 KarinJ2468 ist offline
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Wow,

die Mapa ist ja spitze! Ich hab jetzt grad noch ein paar Namen aus der anderen Linie "durchgelassen". Das eröffnet ganz neue Einblicke.

Vielen Dank für den super Link, den ich bisher nur für Deutschland kannte.

Beste Grüsse

Karin
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  #10  
Alt 25.11.2015, 20:34
Benutzerbild von kp10th
kp10th kp10th ist offline männlich
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Hi Karin,

den FN Bania habe ich im Taufbuch von Pilchowitz 1789 gefunden. Hast Du da ein paar Daten von deinen Bania. Damit ich den Ansatzpunkt finde.

Viele Grüe
Klaus-Peter
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