#1  
Alt 21.02.2016, 22:37
Benutzerbild von elwetritsche
elwetritsche elwetritsche ist offline weiblich
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Standard Antiquierte Wörter

Hallo Ihr Lieben!

Benutzt Ihr auch eigentlich veraltete Ausdrücke in Eurem alltäglichen Sprachgebrauch?

Kürzlich erwähnte ich in einem Gespräch den runden Geburtstag meiner Ahne.
Mein Gegenüber war etwas pikiert, aber für mich ist dieser Ausdruck ein Zeichen der Ehrerbietung und Hochachtung.

In einem anderen Forum fragte eine Bekannte nach dem Ausdruck "Herzenstochter".
Gehört habe ich diesen schon, aber leider ist mir der Bezug entfallen.

Geht es Euch auch so?
Seid Ihr manchmal auch antiquiert oder altbacken oder von gestern?
Und das mit Spaß an der Freude!
__________________
Liebe Grüße
Elwe

Mit ihren Feld- (Rheinhessen), Wald- (Westerwald) und Wiesen- (Kreis Groß-Gerau) Ahnen.
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  #2  
Alt 22.02.2016, 01:19
Benutzerbild von renatehelene
renatehelene renatehelene ist offline weiblich
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Guten Abend,

ich auf jeden Fall - schon alleine wegen meines "Baujahrs"

Antiquiert würde ich es nicht nennen, sondern ich versuche, die
deutsche Sprache zu pflegen und es geht mir oft auf den Geist,
daß so viele Worte in englisch "gesprochen" werden, obwohl sooooooooooo
schöne deutsche Wort dafür gäbe.
__________________
Renate aus Berlin
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  #3  
Alt 22.02.2016, 11:07
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elwetritsche elwetritsche ist offline weiblich
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Stimmt, Renate!

Mir gefällt Backfisch auch besser als Teenager.
__________________
Liebe Grüße
Elwe

Mit ihren Feld- (Rheinhessen), Wald- (Westerwald) und Wiesen- (Kreis Groß-Gerau) Ahnen.
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  #4  
Alt 22.02.2016, 12:14
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Hallo,

ich benutze rel. häufig "obsolet". Klingt besser als "alt und vergangen".

Gruss
Assi
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  #5  
Alt 22.02.2016, 13:56
Artsch Artsch ist offline
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Hallo zusammen,

Backfisch: laut Karl Friedrich Wilhelm Wanders Sprichwörter-Lexikon aus dem englischen: back (zurück, hinter)
obsolet: laut Meyers Konversationslexikon aus dem lateinischem.

Leider wird der Wortschatz immer geringer. Das merkt man selber beim Lesen älterer Literatur.
Auf Nachfrage bei Gesprächen fällt auf, daß das Gegenüber mir das für mich neue Wort nicht mit herkömmlichen Begriffen erklärt.
Das gilt auch für im Dialekt gesprochene Worte.
Umgekehrt wird wahrscheinlich selten nachgefragt. Anders kann ich mir dies kaum vorstellen.
Hier im Forum kann man vom alten Wortschatz einiges lernen.

Ich bin gern unmodern. Das heißt, ich mache die Mode nicht mit. Dieses "modern" kommt aus dem französischen.
Das veraltete deutsche "modern," kommt als "es modert" oder "vermodert" noch vor. Da bin ich gern unmodern im veralteten Sinne.

Beste Grüße
Artsch
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  #6  
Alt 22.02.2016, 16:54
Benutzerbild von Rolf Stichling
Rolf Stichling Rolf Stichling ist offline männlich
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Blinzeln Benutzt Ihr auch eigentlich veraltete Ausdrücke in Eurem alltäglichen Sprachgebrauch? -- Klar!

Zitat:
Zitat von elwetritsche Beitrag anzeigen
Benutzt Ihr auch eigentlich veraltete Ausdrücke in Eurem alltäglichen Sprachgebrauch?
Selbst hier im Forum versuche ich es gelegentlich.
Besonders so veraltete Begriffe wie "bitte" und "danke" versuche ich immer mal wieder anzubringen.

Ich gehe sogar noch weiter und halte an der veralteten deutschen Rechtschreibung fest. (Was nicht ausschließt, daß auch mir Schreibfehler unterkommen. Aber die Absicht bleibt doch, die alte Rechtschreibung beizubehalten. Selbst die FAZ hat mich dabei allerdings inzwischen leider im Stich gelassen.)

Gelegentlich bin ich sogar versucht, in der Anschrift eines Briefes an meine Tochter mit der Anrede "Fräulein" zu beginnen .... aber da schrecke ich dann doch zurück ... So ein mutiger Außenseiter bin ich dann doch wieder nicht.
__________________
Herzliche Grüße und viel Erfolg bei der Suche nach den Ahnen.

Rolf Stichling

PS. Ich suche die Herkunft von

Tobias Stichling. Er erhielt als Gürtlermeister 1697 in Weimar das Bürgerrecht und stammt dem Bürgerbuch nach aus Erfurt.
In Erfurt gibt es aber so viele Stichlinge! Von welchem Zweig der Stichlinge in Erfurt mag mein Tobias abstammen?
1688 hat er seine Lehre als Gürtler in Erfurt beim Gürtlermeister Hucke begonnen. Jetzt suche ich die Eltern von Tobias.
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  #7  
Alt 22.02.2016, 16:58
gki gki ist offline
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Hallo Rolf!

Zitat:
Zitat von Rolf Stichling Beitrag anzeigen
Gelegentlich bin ich sogar versucht, in der Anschrift eines Briefes an meine Tochter mit der Anrede "Fräulein" zu beginnen .... aber da schrecke ich dann doch zurück ... So ein mutiger Außenseiter bin ich dann doch wieder nicht.
Hab ich jahrelang bei Karten an meine Schwester gemacht. Bis sie dann geheiratet hat.
__________________
Gruß
gki
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  #8  
Alt 22.02.2016, 18:52
Benutzerbild von Pitti1969
Pitti1969 Pitti1969 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Rolf Stichling Beitrag anzeigen

Ich gehe sogar noch weiter und halte an der veralteten deutschen Rechtschreibung fest. (Was nicht ausschließt, daß auch mir Schreibfehler unterkommen. Aber die Absicht bleibt doch, die alte Rechtschreibung beizubehalten. Selbst die FAZ hat mich dabei allerdings inzwischen leider im Stich gelassen.)
Hallo,
ja das mache ich auch konsequent, ich krieg Pickel wenn ich beispielsweise das Wort "Tipp" lese.
__________________
Viele Grüße aus der Hauptstadt
Pitti

„Wer mich beleidigt, entscheide ich.“ (Klaus Kinski)

Familienforschung im Ermland, Westpreußen, Pommern, Raum Insterburg, Elbing und Berlin
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  #9  
Alt 22.02.2016, 22:48
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Friedrich Friedrich ist offline männlich
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Moin,

ich krieg die Pickel, wenn ich die Konjunktion daß mit Doppel-s lesen muß...

Friedrich
__________________

"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
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  #10  
Alt 22.02.2016, 22:53
Benutzerbild von Mandragora
Mandragora Mandragora ist offline weiblich
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ach da gibt es so einige Worte, die ich pflege. Am liebsten das Wort "fürderhin". Als ich deshalb vor Jahren mal in meinem Team ausgelacht wurde, hab ich mich auf die online-Suche begeben, und tatsächlich nur einen einzigen Nachweis dafür gefunden: in einem Lexikon aus dem 18. Jahrhundert, das sich als Quelle auf ein Gedicht des Walther von der Vogelweide bezog. Da war ich stolz.

"ohnegleich" mag ich auch. Und "mitnichten".

Eine Freundin schrieb mir in jugendlichen Jahren, dass sie an mir besonders meine "manchmal komische Wortwahl" mag.

Jeder hat so seine Schrulligkeiten.

Grüße
Kathrin
__________________
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